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Die POW/MIA-Flagge ist eine 1971 von der National League of Families of American Prisoners and Missing in Southeast Asia kreierte Flagge, die an die US-amerikanischen Kriegsgefangenen und Vermissten erinnert.
Die von Newton Heisley, einem ehemaligen Kampfpiloten im 2. Weltkrieg, entworfene, in schwarz-weiß gehaltene Flagge zeigt die Silhouette eines gesenkten Kopfes vor dem Hintergrund eines Stacheldrahts und eines Wachtturms. Weiter beinhaltet sie die Schriftzüge „POW * MIA“, die englische Abkürzung für „Prisoners of War“ (deutsch: Kriegsgefangene) und „Missing in Action“ (deutsch: Vermisst im Kampfeinsatz), und „You are not forgotten“ (deutsch: „Ihr seid nicht vergessen“).
Die ursprünglich auf Grund der vermissten US-Soldaten des Vietnamkriegs entworfene Flagge erinnert heute an alle in Kriegen vermissten US-Amerikaner seit dem 2. Weltkrieg, insgesamt mehr als 88.000 Personen.
1988 wehte die POW/MIA-Flagge erstmals über dem Weißen Haus, seit 1989 ununterbrochen auf der Rotunde des Kapitols. Mittlerweile hat der US-Kongress die offizielle Benutzung der Flagge gesetzlich geregelt, sie wird nun an sechs nationalen Feiertagen (Armed Forces Day, Memorial Day, Flag Day, Independence Day, Veterans Day und am dritten Freitag im September, dem National POW/MIA Day) an allen Postämtern, dem Kapitol, dem Weißen Haus, nationalen Friedhöfen, Militärbasen und allen Denkmälern des Korea- und Vietnamkriegs gehisst.
Die POW/MIA-Flagge weht auch am Gipfel des Mount POW/MIA in Alaska permanent, wo sie jährlich am Memorial Day durch eine neue ersetzt wird.
Die Suche nach Kriegsgefangenen und vermissten Soldaten ist Aufgabe des Joint POW/MIA Accounting Command, einer Arbeitsgruppe des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten.
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