Kurt Blanke


Free Web Hosting with Website Builder

Kurt Blanke (* 1900; † 1997) war ein deutscher Jurist und Kommunalpolitiker (DP, CDU). Von 1964 bis 1973 war er Oberbürgermeister der niedersächsischen Stadt Celle.

Blanke war Vorsitzender des örtlichen Advokatenvereins und war 25 Jahre lang für das Landesprüfungsamt beim niedersächsischen Justizministerium tätig. Von 1957 bis 1977 war er Mitglied des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs und wurde 1964 zum Stadtoberhaupt von Celle gewählt.

Für seine Verdienste als Kommunalpolitiker wurde er u. a. mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Zwei Jahre nach seinem Tod beschloss der Rat der Stadt Celle, eine Straße nach Blanke zu benennen.

Anfang 2008 wies der Konstanzer Politikwissenschaftler Martin Jungius in seiner Dissertation Blankes Verstrickungen in die Judenverfolgung in Frankreich während der Zeit des Nationalsozialismus nach. Blanke, der am 14. November 1938 nach der Reichspogromnacht unter Protest aus der SA (Mitglied seit 9. Juli 1933, am 1. Mai 1938 als Adjutant in den Sturmbann II/7 berufen und wenig später zum Truppführer befördert) ausgetreten war (und sich davor auch vor dem Obersten Parteigericht der NSDAP verantworten musste), war als Leiter des Referats „Entjudung” in der Wirtschaftsabteilung des Militärbefehlshabers in Frankreich für die Kontrolle und Durchsetzung der „Arisierung“ in der besetzten Zone verantwortlich.

Als Konsequenz dieser Forschungsergebnisse beschloss der Rat der Stadt Celle Ende Mai 2008 – wie im Jahr zuvor schon beim früheren Stadtoberhaupt Ernst Meyer – die Umbenennung der Kurt-Blanke-Straße.

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks








Why are we here?
All text is available under the terms of the GNU Free Documentation License
This page is cache of Wikipedia. History