
Das Kurfürstentum Bayern ist die rechtlich ungenaue Bezeichnung für das Herzogtum Bayern seit der Erlangung der Kurwürde für die Herzöge von Bayern im Jahr 1623 bis zur Ausrufung des Königreichs Bayern 1805.
1620 besiegten die Truppen der Katholischen Liga unter Führung des bayerischen Feldherrn Tilly in der Schlacht am Weißen Berge bei Prag die Protestanten. Als Dank erhielt Herzog Maximilian I. von Bayern 1623 die Kurfürstenwürde und 1628 die von ihm besetzte Oberpfalz als Kriegsentschädigung. Im Westfälischen Frieden von 1648 wurden die Kurfürstenwürde und die Gebietsgewinne Bayerns bestätigt. 1777 wurde nach dem Aussterben der bayerischen Linie der Wittelsbacher die Kurpfalz mit Bayern vereint, nach dem Zusammenschluss wurde das Gebiet als Pfalzbaiern bezeichnet. Das Kurfürstentum bestand bis 1806, als Bayern zum Königreich ausgerufen wurde. Herzog und Kurfürst Maximilian IV. Joseph wurde als Maximilian I. Joseph am 5. Januar 1806 in Bamberg zum ersten bayerischen König proklamiert.
Siehe auch: Geschichte Bayerns
Nach der Goldenen Bulle von 1356: Kurmainz | Kurtrier | Kurköln | Kurpfalz | Kursachsen | Kurbrandenburg | Kurböhmen
Kurwürde im 17. Jh. erhalten: Bayern (1623) | Braunschweig-Lüneburg (1692)
Reichsdeputationshauptschluss 1803: Hessen-Kassel | Baden | Regensburg | Salzburg | Württemberg
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