Erft


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Erft
Erft bei Wevelinghoven

Erft bei Wevelinghoven

Daten
Lage Nordrhein-Westfalen
Länge 106,6 kmdep1
Quelle Nettersheim-HolzmülheimVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe 422 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-QUELLE_fehlt
Mündung Rhein bei Neuss-GrimlinghausenVorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt
Mündungshöhe 36 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Höhenunterschied 386 mdep1
Flusssystem Rhein
Großstädte Neuss
Mittelstädte Euskirchen, Erftstadt, Bedburg, Bergheim, Grevenbroich, Kerpen
Kleinstädte Bad Münstereifel
Rechte Nebenflüsse Swist, Gillbach, Norfbach
Linke Nebenflüsse Veybach, Rotbach, Neffelbach

Die Erft ist ein knapp 107 km langer linksseitiger bzw. südwestlicher Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Erfttal in Bad Münstereifel
Erft bei Grevenbroich

Der ehemals fischreiche Fluss entspringt am Nordwestrand des zur Eifel gehörenden Ahrgebirges im Kreis Euskirchen. Seine Quelle befindet sich unterhalb des Himbergs (550 m ü. NN) bei Nettersheim-Holzmülheim. Von dort fließt die Erft anfangs in nordöstliche und dann überwiegend in nördliche Richtungen unter anderem über Bad Münstereifel, vor dem das Hochwasserrückhaltebecken Eicherscheid liegt, und Euskirchen nach Weilerswist, wo sie am Autobahnkreuz Bliesheim die A 61 und danach die A 553 kreuzt. Nur etwas nördlich von Erftstadt unterquert sie die A 1 und fließt danach entlang der A 61 über Kerpen - die A 4 östlich des Kreuzes Kerpen passierend - und Bergheim nach Bedburg. Vor Grevenbroich unterquert die Erft die A 540 und erreicht Neuss, wo sie erst die A 57 kreuzt und dann südlich der Josef-Kardinal-Frings-Brücke (Düsseldorf) bei Neuss-Grimlinghausen in den Rhein mündet, wohin sie im Jahre 1475 durch einen künstlichen Eingriff während einer kriegerischen Belagerung verlegt wurde. Auf diesem Weg durchfließt das Wasser der Erft drei Kreise und jeweils deren Kreisstädte; flussabwärts gesehen sind dies: Kreis Euskirchen mit Euskirchen, Rhein-Erft-Kreis mit Bergheim und Rhein-Kreis Neuss mit Neuss.

Entlang der Erft sind gut ausgebaute Radwege angelegt, der 110 km lange Erft-Radweg verläuft von der Quelle bis zur Mündung.

Ortschaften

Das Aachener Tor in Bergheim ist das Wahrzeichen des Rhein-Erft-Kreises
Erft-Tor in Kaster

An der Erft − Quelle bis Mündung − befinden sich diese Ortschaften (flussabwärts betrachtet):

Wasserwirtschaft

Bild:Auenlandschaft, Museumsinsel Hombroich, Neuss 2006.jpg
Typische Auenlandschaft, nahe des Museums Insel Hombroich, Neuss

Zwischen Türnich und Bedburg ist die Erft stellenweise bis zu 20 Meter breit. Das Flussbett wurde mehrfach verlegt; es musste dem Braunkohlebergbau weichen und wurde später begradigt. Durch Zuführung des Sümpfungswassers aus dem Braunkohlebergbau wurde die Erft ein wasserreicher Fluss. 1955 führte die Erft 5 m3 Wasser in der Sekunde ab, zwischen 1965 und 1975 über 26 m3 Wasser. Durch Verlagerung des Braunkohletagebaus in Richtung Erkelenz wird zukünftig das Sümpfungswasser nicht mehr in die Erft abgeleitet werden, sondern unter anderem im Feuchtbiotop Schwalm-Nette-Tal versickern. Dadurch wird die Erft zu einem kleinen Flüsschen mit einer Wasserführung von weniger als 3 m3 Wasser in der Sekunde werden und so ganz erheblich ihr Aussehen verändern. Der Erftverband wird bis 2015 an der Insel Hombroich (Neuss-Holzheim) die Uferbefestigungen entfernen, damit sich die zukünftige Erft ein neues Bett suchen kann. Im Bereich des Zubends in Wevelinghoven werden weitläufig alte Erftbetten aus der Römerzeit in das Renaturierungskonzept des LVR miteinbezogen. Der Rückbau soll bis 2045 bis Bedburg fortgesetzt werden.

Geschichte

Erftland bei Kaster Kartenausschnitt von Christian Sgrothen um 1557

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Erft im 7. Jahrhundert. Sie hieß zunächst „Arnapa", später „Arnefe" und „Arlefe". Schließlich fand man 1320 den Namen „Arfe".

Hochwasser September 2007. Normalerweise ist der Wasserspiegel ca. 2 Meter tiefer

Nach dem Fluss Erft wurde 1969 die Stadt Erftstadt sowie der zum 1. Januar 1975 im Rahmen der Kreisreform neu gebildete Erftkreis benannt. Der Erftkreis wurde zum 1. November 2003 in Rhein-Erft-Kreis umbenannt. Drei Eisenbahnstrecken, die Erftbahn NeussHorrem, der Rhein-Erft-Express/Rhein-Erft-Bahn und die Erfttalbahn Euskirchen - Bad Münstereifel sind nach dem Fluss benannt.

Zuflüsse

Zu den Zuflüssen der Erft gehören (flussabwärts betrachtet):

linksseitig

rechtsseitig

Sehenswertes

An den Ufern der Erft befinden sich unter anderen sehenswerte Burgen, Klöster, Schlösser (flussabwärts betrachtet):

Außerdem:

Literatur

  • Dirk Holterman, Harald Herzog: Der Erft-Radweg, Von der Quelle bis zur Mündung, Bouvier-Verlag Bonn, 2. Auflage 2004, ISBN 3-416-03029-X

Weblinks







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