Enz


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Dieser Artikel behandelt den Fluss in Baden-Württemberg; zum gleichnamigen Fluss in der Eifel siehe Enz (Eifel).

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Enz
Die Enz im Kurpark von Bad Wildbad

Die Enz im Kurpark von Bad Wildbad

Daten
Lage Deutschland, Baden-Württemberg
Länge 105,3 km [1]dep1
Zusammenfluss von Kleiner Enz und Großer Enz in CalmbachVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe ca. 680 m ü. NN [2]
Mündung Neckar bei BesigheimVorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt
Mündungshöhe ca. 170 m ü. NN [2]
Höhenunterschied 510 mdep1
Flusssystem Rhein
Abflussmenge

MQ: 23,03 m³/s am Pegel Besigheimdep1

Großstädte Pforzheim
Mittelstädte Mühlacker, Vaihingen, Bietigheim-Bissingen
Enztalpanorama bei Roßwag (Vaihingen an der Enz)
An der Enz, bei Bietigheim-Bissingen
Eisenbahnviadukt über die Enz, Bietigheim-Bissingen

Die Enz ist ein 105,3 km langer linker Nebenfluss des Neckars in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Quellflüsse Kleine Enz und Große Enz entspringen im Nordschwarzwald, letztere bei Enzklösterle. In Calmbach (Stadtteil von Bad Wildbad) vereinigen sich die Kleine Enz und die Große Enz zur Enz. Über Neuenbürg erreicht sie Pforzheim, wo sie den Schwarzwald verlässt. Im fruchtbaren Gebiet zwischen Stuttgart, Karlsruhe und dem Kraichgau liegen die Städte Vaihingen und Bietigheim-Bissingen. Am Unterlauf des Flusses wird in steilen Terrassenlagen Wein angebaut. Bei Besigheim mündet die Enz in den Neckar.

Nebenflüsse der Enz

Geschichte

Ebenso wie die Nagold hatte die Enz in früheren Zeiten eine große Bedeutung in der Flößerei.

Umwelt

Flora und Fauna

Die Enz ist im unteren Abschnitt mit ihren auetypischen Uferstrukturen für viele fließgewässertypische Pflanzen- und Tierarten ein idealer Lebensraum. Viele Altarme und Auwälder sind als Biotope besonders geschützt, die Enz selbst sowie Talabschnitte wie das Naturschutzgebiet bei Vaihingen-Roßwag und die Leudelsbach-Mündung bei Unterriexingen sind Bestandteil des europaweiten Schutzgebiets Natura 2000.

Die Bedeutung der Enz als Lebensraum zeigt sich in den Flachwasserzonen, wo pro Quadratmeter bis zu 10.000 Larven von Eintags- und Köcherfliegen, Libellen, Käfer, Schnecken und Muscheln gezählt wurden. Dazu die Laichgründe von Strömer, Barbe, Nase und Groppe.

Ab dem Frühsommer ist die Enz stellenweise stark mit Flutendem Hahnenfuß und Tausendblatt verkrautet.

Für manche seltene und bedrohte Arten ist die Enz ganzjähriger Lebensraum oder wichtige Durchzugstation. Dazu gehören u.a. Eisvogel, Flussuferläufer, Gänsesäger, Gebirgsstelze, Teichralle und Wasseramsel. Andere Gäste und Bewohner der Kopfweiden und Ufergehölze sind Bachstelze, Gelbspötter, Grauschnäpper, Nachtigall und Pirol.

Beschränkungen

Um das Ökosystem der Enz durch den Freizeitsport nicht zu beeinträchtigen, gelten folgende Beschränkungen:

Wassersport

  • Enzkreis: Ampelregelung am Wehr Mühlhausen: Befahren der Mühlhäuser Schleife bei rotem Lichtzeichen nicht zulässig.
  • Landkreis Ludwigsburg[3]: Ab Landkreisgrenze bei Roßwag (Fluss-km 34,12) bis Vaihingen Seemühle (km 29,94) gesperrt jährlich vom 1. Mai bis 30. September.
  • Landkreis Ludwigsburg[3]: Ab Landkreisgrenze bei Roßwag (Fluss-km 34,12) bis Sägmühle Bietigheim-Bissingen (km 13,16) gesperrt ganzjährig bei Pegel unter 45 cm. Im Zeitraum 1. Mai bis 30. September ist bei Pegel unter 65 cm (Pegel Vaihingen) Befahrung nur unter Begleitung eines ortskundigen, geschulten Begleiters zulässig.

Allgemeine Nutzung

  • Landkreis Ludwigsburg[3]: Betreten der Ufer sowie Anlanden ist nur an den gekennzeichneten Ein- und Ausstiegsstellen zulässig. Betreten der Kiesinseln und Kiesbänke, sowie das Lagern, Grillen und Feuer machen im Uferbereich ist unzulässig. Ausgenommen an gekennzeichneten und eingerichteten Plätzen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
  2. a b Topografische Karte 1:25.000
  3. a b c Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg zur Regelung des Gemeingebrauchs auf der Enz im Landkreis Ludwigsburg, vom 25. April 2006

Weblinks







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