Edmund Stoeckle


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Edmund Stoeckle (* 7. Juli 1899 in Augsburg; † 19. März 1986 in Ottobeuren) war von 1933 bis 1934 Oberbürgermeister der Stadt Augsburg.

Leben

Stoeckle gehörte 1919 dem von Franz von Epp geführten „Freikorps Epp“ an. Stoeckle ließ sich 1927 als Jurist in München nieder. Er fungierte als Leiter des Gauamtes für Kommunalpolitik und war zudem Bürgermeister der Stadt Lindenberg im Allgäu. In der Stadtratssitzung vom 28. April wurde der 2. Bürgermeister der SPD, Ackermann, formell pensioniert und Josef Mayr (NSDAP), der das Amt schon vorher kommissarisch geführt hatte, zum neuen 2. Bürgermeister gewählt. Am 31. Juli schließlich wurde der Oberbürgermeister Dr. Otto Bohl (BVP) entlassen und auf der Stadtratssitzung am 3. August durch Dr. Edmund Stoeckle (NSDAP) ersetzt. Im Herbst 1934 fiel er einer Intrige (anonyme Briefe) zum Opfer, so das bereits am 11. Dezember 1934 Josef Mayr zum OB gewählt wurde. Er wurde 1935 Leiter der Abteilung Wohnungswesen beim Deutschen Gemeindetag und auch Reichshauptstellenleiter im Hauptamt für Kommunalpolitik und war da zuständig für die Fürsorge. Er trat mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges der Wehrmacht bei. 1944 erreichte er den Rang eines SS-Hauptsturmführers. Nach dem Krieg arbeitet er wieder in seinem Beruf.

Literatur

  • Bernhard Gotto: Nationalsozialistische Kommunalpolitik; Oldenbourg (März 2006); 476 Seiten
  • Martin Broszat & Elke Fröhlich: "Bayern in der NS-Zeit: Bayern in der NS-Zeit, Bd.3 : Herrschaft und Gesellschaft im Konflikt: Bd III (Broschiert)"
  • Ernst Klee, Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945?, Frankfurt am Main, S. Fischer, 2003; 2. Aufl. 2005, 732 S., ISBN 3-596-16048-0

Weblinks







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